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Myrrhe

Myrrhe

Myrrhe ist das Harz des Myrrhebaumes. Eine Pflanze, deren Heilwirkung seit über 5000 Jahre bekannt ist. Die Heimat des kaum drei Meter hohen dornigen Baumes ist Ostafrika und zwar das heutige Somalia, Äthiopien, der Jemen und der Sudan. Heute findet man die Pflanze auch in gut sortierten Gartencentern. Das Bäumchen ist als Kübelpflanze beliebt, aber in der anfänglichen Wachstumsphase nicht unproblematisch. In manchen Regionen ist es im Winter schlicht zu kalt. Der botanische Name der Pflanze ist Commiphora myrrha, molmol oder abyssinica. Sie gehört zur Familie der Balsambaumgewächse. Von April bis Mai bildet das Bäumchen kleine gelb-rote Blüten. Aus denen entwickeln sich zuerst gelbe, dann rote Beerenfrüchte.

Räucherwerk

Myrrhe und Weihrauch sind wohl dir bekanntesten Substanzen für kultische Räucherwerke. Die Pflanze führt ein so genanntes Gummiharz, das vor allem bei Verletzung der Rinde freigesetzt wird und an der Luft erstarrt. Dieses an der Luft getrocknete Harz wird als Myrrhe bezeichnet.

Heilpflanze

Seit Jahrtausenden nutzen Menschen Myrrhe als Arzneimittel. Bekannt waren die Heilung von körperlichen Leiden und die Wirksamkeit bei der Leichenkonservierung. Heute ist die Wirksamkeit dieser Pflanze in Vergessenheit geraten. Schon die Ägypter kannten die Heilkraft bei der Behandlung von Wunden und Hautausschlägen. Bekannt ist seit alters her, dass Myrrhe bei der Stillung von Blutungen, bei Zahnbeschwerden, gegen Husten, gegen Durchfall und gegen Pilzerkrankungen wirkt.

Myrrhe besteht aus Gummi, Harz und zwischen zwei und zehn Prozent aus einem ätherischen Öl. Auf letzterem dürfte seine Hauptwirkung beruhen. Zubereitungen daraus wirken appetitanregend, desodorierend, entzündungshemmend, schmerzstillend, wundheilungsfördernd, kampflösend und schleimlösend.

Gerne wird eine Myrrhe-Tinktur zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches sowie bei Druckstellen von Zahnprothesen eingesetzt. Mehrmals sollten die betroffenen Stellen mit einer Myrrhe-Tinktur massiert werden oder man setzt fünf bis zehn Tropfen der Tinktur mit lauwarmem Wasser für eine Mundspülung an.

Die Kosmetikindustrie verwendet die Myrrhe zur Herstellung von Parfums, von Salben sowie von Zahn- und Mundpflegemittel.

Welche Bestandteile in der Myrrhe für welche Wirkung verantwortlich sind, ist Gegenstand neuerer Forschung. Noch wissen Wissenschaftler kaum mehr als die Weisen aus dem Morgenland, die dem Jesuskind Myrrhe zum Geschenk machten.

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